„Man sagt, Blut will Blut.“
Die Welt ist erschüttert von Machtkämpfen, Loyalitätskonflikten und Krieg. Nach blutig geschlagener Schlacht sagen die Hexen dem siegreichen Macbeth eine große Zukunft voraus: Er könnte bald den bedeutenderen Titel dessen von Cawdor erlangen, sogar die Stufen zum schottischen Thron erklimmen. Ihr magisches Erscheinen löst ein tödliches Spiel zwischen Determination und freiem Willen aus. Getrieben vom Ehrgeiz überwindet Macbeth rasch alle seine Skrupel und startet – gemeinsam mit seiner Frau – die Mission Machtergreifung. Zug um Zug machen sie sich auf den mörderischen Weg. Jede ihrer Taten beeinflusst und verändert das Paar und die Welt – bis zum Wahnsinn …
Gamification
Seitdem Kriege weltweit auf Bildschirme und Smartphones gestreamt werden, sind wir dazu gezwungen, uns auch aktiv mit ihren Folgen auseinanderzusetzen – oder eben nicht: Das Weiße Haus betreibt seit Beginn der Angriffe im Iran eine Form der Propaganda, die sich als endgültige Gamification des Kriegs beschreiben lässt. Videoclips verbinden Ausschnitte von tatsächlichem Kriegsgeschehen mit Elementen der Popkultur, beliebten Computerspielen, Sportsequenzen oder Memes aus Zeichentrickserien. Szenen menschlichen Leids, Verletzte oder gar Getötete bleiben bewusst ausgespart, während bunte Schriftzüge wie „Strike“ durchs Bild flackern. Als wäre alles nur ein Spiel.
MACBETH
nach William Shakespeare
übersetzt als „Die Tragödie des Macbeth“ von Thomas Brasch
Regie Rieke Süßkow
mit: Aleksandra Ćorović, Nicolas Frederick Djuren, Thomas Halle, Katharina Kummer, Christian Pfütze, Karoline Reinke, Gregor Schuster, Carolin Wege
Live-Musik: Coco Brell, Max Windisch-Spoerk
Weitere Vorstellungstermine finden Sie unter www.volkstheater.at.