Herbert Brandl hatte den Auftrag bereits vor etwa zwei Jahren erhalten, sich sehr über die Einladung von museum in progress gefreut und mit der Arbeit begonnen. Die international besetzte Jury – Daniel Birnbaum, Bice Curiger und Hans-Ulrich Obrist –, die für die Auswahl des Künstlers verantwortlich zeichnet, hat sich nach dem plötzlichen Ableben des Künstlers gemeinsam mit museum in progress, dem Estate des Künstlers und der Wiener Staatsoper dazu entschlossen, an ihrer Entscheidung festzuhalten.
Herbert Brandls kraftvolle Werke sind geprägt von markanter Farbigkeit und atmosphärischer Verdichtung, und oszillieren zwischen Abstraktion und Figuration. 2007 vertrat er Österreich bei der Biennale von Venedig und nahm bereits 1992 an der documenta und 1989 an der São Paulo Biennale teil. Seine Arbeiten sind in zahlreichen renommierten Museen weltweit vertreten, darunter die Albertina in Wien, das Centre Pompidou in Paris, das Kunsthaus Zürich, das Museu Serralves in Porto, das Museo Reina Sofía in Madrid und die Renaissance Society in Chicago. Mit seiner eigenständigen, intuitiven Bildsprache nimmt Brandl einen zentralen Platz in der österreichischen und internationalen Gegenwartskunst ein.
»Eiserner Vorhang« ist eine von museum in progress konzipierte Ausstellungsreihe, die in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisiert wird. Seit 1998 verwandelt das Projekt den eisernen Vorhang der Hauptbühne in einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Die 176 m2 großen Bilder werden mit Magneten auf der Brandschutzwand fixiert und können vom Publikum vor und nach den Aufführungen sowie in den Pausen wahrgenommen werden.
Der »Eiserne Vorhang« 2026/27 von Herbert Brandl wird durch die iSi Group ermöglicht. Weiterer Support: Hotel Altstadt, ART for ART, Bildrecht, KATE & KON, Prangl und SO/ Vienna. Medienpartner: Bloomberg Connects, Die Furche und Die Presse. – Weitere Informationen finden Sie unter www.wiener-staatsoper.at.