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Königreich Schweden

Das Angenehme an Traditionen und Bräuche ist, dass sie sich ständig verändern. Unbrauchbar geworden geraten sie in Vergessenheit oder werden in neue Formen gegossen. In besonderer Weise gilt dies für schwedische Festbräuche. Sie haben häufig uralte Wurzeln, manche reichen bis ins heidnische Schweden zurück, was auch für die Luciafeier, die am 13. Dezember gefeiert wird, gilt. Für ihren Ursprung gibt es zwei Varianten, zum einen eine Märtyrerin, die im Jahre 304 in Sizilien starb, zum Zweiten die Legende, Lucia sei die erste Frau Adams gewesen die mit dem Teufel in Kontakt trat. Die Lucianacht war in älteren Kalendern die längste Nacht des Jahres und wurde deshalb Lusse (Langnacht) genannt. Auch begann an diesem Tage das Weihnachtsfasten. Die lichtgekleidete Lucia trat erstmals 1764 im westschwedischen Gutshofmilieu in Erscheinung, volkstümlich wurde die Sitte erst im 20. Jahrhundert, wo Lucia mit ihrem singenden Gefolge von Sternknaben und Jungfrauen zu einer zentralen Zeremonie der schwedischen Kultur aufstieg.

 

Zu eben einer solchen Feier luden am genau 13. Dezember 2010 der Botschafter,

S.E. Hans Lundborg und Frau Gun Setréus in die festlich geschmückten Räumlichkeiten ihrer Residenz. Der Berichterstatter kennt diese Veranstaltung seit vielen Jahren und ist jedes Mal erneut davon begeistert; ist doch die Luciafeier für ihn so etwas wie der echte Beginn der Weihnachtsfeier mit all ihren Vorfreuden. Auch diesmal wurde köstlicher Pfefferkuchen und Lussekatter (Luciakatzen), ein mit Safran gewürztes Weizengebäck, und duftender Weihnachtsglögg serviert, was die Gäste in die passende Stimmung versetzte. Ein wunderschöner Brauch der in unserer zu hektischen Zeit nicht verloren gehen darf.

 
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