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   Wirtschaft

 
 
 

Zentral-, Süd- und Südosteuropa (CESEE) im Blickpunkt.

24.11.2013



Um das noch zögerliche Wirtschaftswachstum in Europa zu stützen, müsse die Fragmentierung der Finanzmärkte überwunden werden, forderte Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Natonalbank (OeNB), anlässlich der Eröffnung Conference on European Economic Integration (CEEI) am 18. November 2013 in Wien. Vor dem Hintergrund der zwar verbesserten, doch nach wie vor heterogenen Konjunkturentwicklung in der EU rief Nowotny dazu auf, bei der Bewältigung der krisenbedingten politischen Herausforderungen eine europäische Perspektive einzunehmen und sich nicht von nationalen Überlegungen leiten zu lassen. In dem Zusammenhang verwies der Gouverneur der OeNB insbesondere auf eine der wichtigsten aktuellen EU-Reformbemühungen: die Schaffung einer Bankenunion sowie – als ersten Schritt in diese Richtung – die Einrichtung eines einheitlichen Aufsichtsmechanismus SSM. Es läge im gemeinsamen europäischen Interessen, betonte Nowotny, wenn dem SSM so viele EU-Mitgliedstaaten wie möglich angehörten – CESEE-Länder eingeschlossen.

Im Hinblick auf das zentrale Thema der diesjährigen CEEI erklärte Nowotny, die Krise habe unter anderem deutlich gezeigt, dass große Schwankungen bei Vermögenswerten und Kreditwachstum sowie deren Wechselwirkung mit der Realwirtschaft einer umfassenderen Analyse bedürfen. Vor der Krise waren die meisten Ökonomen der Ansicht, dass sich eine weitere Vertiefung der Finanzmärkte positiv auf das langfristige Wachstum auswirkt. Obwohl dies nach wie vor gilt, hat die globale Finanzkrise deutlich gemacht, dass die zyklische Komponente des so genannten Finance-Growth Nexus bislang in Westeuropa ebenso wie in CESEE stark unterschätzt wurde. Darum müssen wir neue oder zumindest deutlich verbesserte Wege zur Messung der nachhaltigen Wirtschaftsleistung finden. Ziel ist, alle politischen Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen, zwischen einer wohlstandsfördernden Vertiefung der Finanzmärkte und kostspieligen Boom-Bust-Zyklen unterscheiden zu können. In diesem Zusammenhang plädierte Nowotny dafür, durch eine verstärkte Einbeziehung finanzieller Faktoren in die Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung die wirtschaftspolitischen Entscheidungsgrundlagen zu verbessern.

Diese und weitere Themen werden am Montag, den 18. November, und Dienstag, den 19. November 2013, bei der CEEI 2013 von hochrangigen europäischen Notenbank- und österreichischen Geschäftsbankenvertretern sowie von Vertretern von internationalen Organisationen, Finanzinstitutionen, der Realwirtschaft und der Wissenschaft diskutiert.

Nähere Informationen finden Sie unter www.oenb.at.


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