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Europäisches Gesundheitsforum Gastein feiert 2017 sein 20-jähriges Jubiläum

26.10.2016



     Für viele führende Politiker aus aller Welt ist das jährlich stattfindende Weltwirtschaftsforum in Davos einer der wichtigsten Termine. Ähnlich ist es auch mit dem European Health Forum Gastein (EHFG) für alle europäischen Entscheidungsträger auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik, das bereits seit neunzehn Jahren im Salzburgerland organisiert wird. In den letzten Septembertagen 2016 versammelten sich in Bad Hofgastein über 500 Fachleute, um innerhalb von drei Tagen am Diskussionsforum zu sämtlichen Aspekten der europäischen Gesundheitspolitik teilzunehmen. Das diesjährige Thema lautete „Demografie und Diversität in Europa - neue Lösungen für das Gesundheitswesen“. Mit Impulsreferaten traten der EU-Kommissar  für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Litauer Vytenis Andriukaitis, die Regionaldirektorin für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ungarin Zsuzsanna Jakab und der amerikanische Nobelpreisträger und Wirtschaftsprofessor Paul Krugman auf. Der letztgenannte Wissenschaftler aus New York betrachtete aus einer „Vogelperspektive“ die Problematik der Ökonomie des Alterns und auch die Frage wie die Demografie die Wirtschaft und die politischen Herausforderungen verschärfen kann.  Während  der zahlreichen darauffolgenden Vorträgen und Workshops diskutierten die Teilnehmer Herausforderungen und Chancen im Bereich Gesundheit und Gesellschaft im Zusammenhang mit  dem demografischen Wandel auf unserem Kontinent, der bekanntlich zur Stagnation oder zum Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter führt.  

    Helmut Brand, Präsident des EHFG und Professor für europäische Gesundheit der Universität Maastricht in den Niederlanden, betonte, dass alternde Bevölkerungen und Migration nicht automatisch eine Katastrophe für die europäischen Gesundheitssysteme bedeuten müssen. Das Forum in Bad Hofgastein bietet die entsprechende Umgebung  zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch über Chancen und deren Nutzung, über Prävention und Pflege. Auch das europäische Regionalbüro  der WHO sowie die Internationale Organisation für Migration und die Europäische Kommission präsentierten ihre Studien zur Alterung und Migration. Die starke Seite des Forums liegt darin, dass Vertreter aus unterschiedlichen Branchen und europäischen Institutionen Brüssels und Straßburgs zusammenkommen, um zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen gemeinsam zu suchen. Zu den neuen Themen gehörten heuer Antibiotikaresistenzen, gesundes Altern und natürlich auch die britische Abstimmung zum Ausstieg aus der EU.  Das 20. EHFG findet vom 4.bis 6. Oktober 2017 in Bad Hofgastein statt. (Text: Sunita Bosnic-Pilipovic, Fotos: Igor Belov)


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