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Premiere in Mörbisch - diesmal ein Erfolg

28.07.2009



Nicht so perfekt wie in der Volksoper in der abgelaufenen Spielzeit aber besser als erwartet präsentierte sich „My Fair Lady“ bei der Premiere am 9. Juli 2009 auf der Seebühne in Mörbisch. Wie fast immer glänzten am hellsten die Ideen des für die Seespiele unersetzlichen Bühnenbildners Rolf Langenfass. Er zaubert tatsächlich halb London auf die Bühne und erreicht durch den Einsatz der Drehbühne trotzdem bei Bedarf Zimmeratomsphäre. Auch die Regie von Helmut Lohner zeigt diesen als routinierten Musiktheaterregisseur was zusammen mit gut einstudierten Chören und Tanzeinlagen einen beruhigenden Mix an Professionalität ergibt. Auch der heuer erstmals als Dirigent agierende Caspar Richter schafft die Kommunikation zwischen Orchestergraben und Bühne einigermaßen und wird sich sicher noch steigern können. Was die Sänger dieser Aufführung anlangt muß dem Besucher klar sein, dass es sich diesmal um Schauspieler handelt, die auch singen sollen. Einzig die Partie der Eliza (Nadine Zeintl) entsprach den Vorgaben einer Sängerin und sie entsprach dieser Rolle in Gesang und Spiel bestens. Anders bei Prof. Higgins (Michael Maertens) der die Rolle derart überzeichnete als ob sie auf einen anderen Stern stattfände. Er ist sicher ein großartiger Burgschauspieler, zum Musicalstar fehlt ihm noch einiges. Umso gekonnter waltete Oberst Pickering (Harald Serafin) seines Amtes. Er spielte sich selbst, aber diesmal sehr gekonnt und mit sehr viel Charme, man kann hier wirklich verstehen, warum Eliza in ihm plötzlich den guten Onkel erblickt. Ausgezeichnet wie bei seiner Regie auch Helmut Lohner als Müllkutscher Alfred Doolitle. Er wirkt so lustig, locker und entspannt, dass man ihm nachsieht das er keine Stimme hat. Dafür hat Daniel Serafin (Freddy Eynsford-Hill) umsomehr an Stimme zu bieten, Isabel Weicken als Haushälterin Mrs. Pearce und Gaby Jacoby als Mama Higgins erfüllen ihre Rollen souverän. Zusammenfassend ein sicher schöner Erfolg für den Versuch ein Musical nach Mörbisch zu bringen. Nachunverständlich matten Premierenapplaus entfachte das nachfolgende fulminante Feuerwerk Jubelstürme. PS: Als Vergleich zur Volksoper sehr sehenswert, nochdazu wo heuer aus urheberrechtlichen Gründen keine Fernsehübertragung stattfinden wird!


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