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Georgien

V.l.n.r.: Der Ständige Vertreter der U.S.A. bei der OSZE, S.E. Daniel B. Baer, der Außenminister Georigens, S.E. Mikheil Janelidze, der Botschafter Georgiens, S.E. Dr. Konstantine Zaldastanishvili und der Chefredakteur des Diplomatischen Pressedienstes, Adolf Wurzer.

Anlässlich des Nationalfeiertages und des 25. Jahrestages der Unabhängigkeit lud der Botschafter, S.E. Dr. Konstantine Zaldastanishvili am 2. Juni 2016 zu einem fulminanten Empfang in die Ovalhalle des Museumsquartier. Als besonderen Ehrengast konnte der Botschafter seinen Außenminister, S.E. Mikheil Janelidze begrüßen, der anlässlich des OSCE Permanent Council in Wien anwesend war. Der Außenminister präsentierte sich als offener, auf die Menschen zugehender Politiker, der wie der Botschafter selbst alle Sympathien im Nu auf seiner Seite hatte. Gekrönt wurde dieser Empfang durch eine hervorragende georgische Kulinarik und ausgezeichneter Weine.

Nach der Oktoberrevolution erklärte sich Georgien am 26. Mai 1918 unabhängig und zur demokratischen Republik. Am 16. Februar 1921 wurde die Demokratische Republik Georgien von der Roten Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert, zunächst, von 1922 bis 1936, als Teilgebiet der Transkaukasischen SFSR, dann, nach deren Auflösung, als Georgische SSR, die bis zum Ende der UdSSR im Jahre 1991 bestand. Im Verband der Sowjetunion erlebte Georgien die Industrialisierung, die georgische Landwirtschaft spezialisierte sich auf den Export südländischer Früchte und die Republik wurde zu einer der wichtigen Tourismus- und Urlaubsregionen des Landes. Während der späten 1980er Jahre entwickelte sich eine starke georgische Unabhängigkeitsbewegung. Am 9. April 1991, noch vor dem Augustputsch in Moskau, der den Zerfall der Sowjetunion beschleunigte, erklärte sich Georgien erneut unabhängig. In Abchasien und Südossetien kam es zu Sezessionskriegen. Wegen der starken Militärpräsenz Russlands hat die georgische Regierung noch heute keine Kontrolle über Teile ihres Territoriums.
Georgiens erster Präsident nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit, Swiad Gamsachurdia, wurde durch einen Putsch abgelöst. Sein Nachfolger wurde der frühere georgische KP-Chef und sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse. Er leitete demokratische Reformen ein. Die Wirtschaft stagnierte jedoch auf niedrigem Niveau. Im November 2003 wurde Schewardnadse durch die Rosenrevolution von der Macht verdrängt. Im Januar 2004 wurde Micheil Saakaschwili mit 96 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt. Nach zwei Amtszeiten durfte Saakaschwili 2013 nicht mehr zu den Präsidentschaftswahlen antreten; sein Nachfolger ist seit November 2013 Giorgi Margwelaschwili.

 
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