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Ungarn

01.11.2019



Anlässlich des Jahrestages der Revolution und des Freiheitskampfes 1956 in Ungarn und gleichzeitigen Nationalfeiertages luden die Botschafter, S.E. Dr. Andor Nagy und seine Gattin Mariann Bercsényi und der Ständige Vertreter bei den internationalen Organisationen in Wien und der OSZE, S.E. Károy Dán und seine Gattin Fruzsina Kacskó am 22. Oktober 2019 zu einem Empfang in die Festräumlichkeiten der Ungarischen Botschaft. Als Festredner hatte man den ehem. Präsidenten des Nationalrates, Dr. Andreas Khol eingeladen. Aufgrund der wirklich übervollen Räumlichkeiten standen einige Botschafter im Vorraum und konnten leider außer den beiden Hymnen die Reden nicht mehr hören. Vielleicht wäre es gerade bei Ungarn sinnvoll die Einladung zum Nationalfeiertag zu splitten, da ja aufgrund der Beliebtheit des Landes, sich im Laufe der Jahrzehnte der Freundeskreis sicher exponentiell vergrößert hatte und ein jeder gerne dem Botschafter persönlich gratulieren möchte.


Ungarn erklärte am 31. Oktober 1918 den Austritt aus der Realunion mit Österreich und rief die magyarischen Truppen von der italienischen Front zurück. Damit war die k. u. k. Monarchie aufgelöst. Auf dringende Forderungen ungarischer Spitzenpolitiker erklärte König Karl IV. am 13. November 1918 auf Schloss Eckartsau (Niederösterreich) seinen Verzicht auf jeden Anteil an den ungarischen Staatsgeschäften, so wie er dies als Kaiser Karl I. zwei Tage zuvor für Österreich erklärt hatte. Eine formelle Abdankung erfolgte jedoch nicht.


Ministerpräsident Mihály Károlyi rief am 16. November 1918 die demokratische Republik Ungarn aus, im Januar 1919 wurde er zum ersten Präsident des Landes gewählt. Die sozialen Missstände infolge des verlorenen Krieges hielten jedoch an. Nach Károlys Rücktritt am 21. März 1919 übernahmen die Kommunisten unter der Führung Béla Kuns die Macht und gründeten eine Räterepublik. Zur Rückerlangung der nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen Gebiete (Siebenbürgen, Slowakei) ging Ungarn militärisch gegen seine Nachbarländer vor. Im Ungarisch-Rumänischen Krieg geriet die ungarische „Rote Armee“ jedoch schnell in die Defensive. Mit der Besetzung weiter Teile des Landes durch rumänische Truppen brach die sozialistische Republik am 1. August 1919 zusammen, Béla Kun musste fliehen. Nach dem Ende der Räterepublik scheiterte zunächst Erzherzog Joseph August von Österreich, vom 7. August bis 23. August Reichsverweser, mit dem Versuch einer Regierungsbildung an der ablehnenden Haltung der Alliierten. Schließlich zog der ehemalige k. u. k. Admiral Miklós Horthy, der zuvor in Szeged eine konservative Gegenregierung zu den Kommunisten gebildet hatte, am 16. November 1919 mit seinen Truppen in Budapest ein.


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