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Republik Bulgarien

11.03.2020



Anlässlich des Nationalfeiertages luden der Botschafter, S.E. Dr. Ivan Sirakov und die Ständige Vertreterin bei den Internationalen Organisationen, I.E. Emilia Kraleva am 3. März 2020 zu einem Empfang die die Botschaft im Vierten Wiener Gemeindebezirk.


Das Gebäude war das ehemalige Wasserburgerpalais, erbaut 1880 von Paul Wasserburger zum eigenen Gebrauch. Paul Wasserburger (1824-1903 in Wien) war Baumeister und Architekt sowie Mitglied der Stadterweiterungskommission.


Trotz des derzeit grassierenden Corona-Virus waren zahlreiche Gäste erschienen und gratulierten den Botschaftern zum Bulgarischen Nationalfeiertag. Nachdem Abspielen der beiden Landeshymnen sprach Botschafter Dr. Sirakov über den Nationalfeiertag und über den bulgarischen Brauch der Marteniza (vom bulgarischen Namen für den Monat März). Die neue multilaterale Botschafterin begrüßte ebenfalls die vielen internationalen Gäste und erklärte den Brauch auch auf Englisch.


Diese ist ein kleiner rot-weißer Schmuck, der im März jedes Jahres nach einem alten Brauch getragen wird. Dieser bulgarische Brauch stammt aus der Zeit vor dem 7. Jahrhundert n. Chr. Als einer der beliebtesten bulgarischen Bräuche und über Jahrhunderte gepflegt, ist das gegenseitige Beschenken mit Martenizi am 1. März und in der darauf folgenden Woche. Es handelt sich um kleine rot-weiße Anhänger, Quasten, Püppchen oder schlichte Armbänder aus Stoff, Wolle oder Baumwollfäden, die in Bulgarien Anfang März von allen getragen werden. Sie werden ebenfalls gern im ganzen Freundeskreis per Briefchen oder Postkarten verschickt.
 Die Marteniza ist im Wesentlichen ein Talisman für Gesundheit und ein langes Leben, was jeweils die Farben symbolisieren: rot für rote Wangen bzw. weiß für weißes Haar und hohes Alter. Man trägt sie auf der linken Seite (dort, wo das Herz ist) oder als Armband auf dem linken Arm. Die rot-weißen Glücksbringer trägt man so lange, bis man ein erstes Frühlingszeichen – einen Storch, eine Schwalbe oder einen blühenden Baum – sieht. Dann (spätestens zum 1. April) hängt man sie auf einen Baum oder legt sie unter einen Stein und wünscht sich etwas Schönes.


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