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Dominikanische Republik

21.03.2018



Anlässlich des 174. Jahrestages der Unabhängigkeit und des 80. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und der Dominikanischen Republik lud die Botschafterin und Ständige Vertreterin bei den Internationalen Behörden in Wien, I.E. Lourdes Victoria-Kruse am 27. Februar 2018 zu einem viel beachteten Empfang in die Räumlichkeiten des K47 am Franz-Josefs-Kai. Diese ungewöhnlichen Location bot den idealen Raum für das Fest bei dem es natürlich auch um die touristische Präsentation ging, die sichtlich gelang. Sonne, Palmen, Meer und Strand – das ist die Dominikanische Republik und sie erweckte bei den zahlreich erschienen Diplomaten Urlaubsfantasien.


Das Staatsgebiet der Dominikanischen Republik war Teil der spanischen Kronkolonie Santo Domingo. 1805 wurde das Koloniegebiet durch Haiti erobert. 1844 erkämpfte sich Santo Domingo schließlich die Unabhängigkeit. Um Rückeroberungsversuche Haitis abzuwehren, unterwarf sich die junge Republik 1861 wieder der spanischen Krone, erlangte aber bereits 1865 wieder Eigenstaatlichkeit. Nach etlichen Jahren instabiler Demokratie griff 1882 der Diktator Ulises Heureaux nach der Macht. Heureauxs Ermordung 1899 folgten chaotische Zustände, die in der US-Militärintervention in der Dominikanischen Republik 1916-1924 mündeten. Auch nach dem Rückzug der USA 1924 saß die demokratische Regierung noch nicht fest im Sattel. 1930 konnte sich deshalb Rafael Trujillo ins Präsidentenamt putschen. Nachdem Trujillo im Jahre 1961 bei einem Attentat getötet worden war, wurden 1963 Wahlen abgehalten, die der fortschrittliche Politiker Juan Bosch gewann, der aber schon nach sieben Monaten durch einen Militärputsch gestürzt wurde. 1964 brach ein Bürgerkrieg aus, dessen Ziel die Wiedereinsetzung des demokratisch gewählten Präsidenten Juan Bosch war. Als die revolutionären Kräfte kurz vor dem Sieg standen, marschierten die USA 1965 unter einem Vorwand ein und schlugen den Aufstand mit Hilfe der OEA Organisation Amerikanischer Staaten nieder. 1966 kam es zu einer Präsidentschaftswahl und einem Rückzug der Interventionstruppen. Das Amt des Präsidenten bekleidete bis 1978 Joaquín Balaguer, der auch zwischen 1986 und 1994 das Präsidentenamt bekleidete, nach Vorwürfen wegen Wahlmanipulationen und auf internationalen Druck sich aber 1996 zurückziehen musste und von Leonel Fernández Reyna abgelöst wurde.


Die Präsidentschaftswahl 2004 gewann wieder Leonel Fernández, der auch 2008 als Spitzenkandidat seiner Partei antrat und die Wahl am 16. Mai 2008 im ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte. Die Präsidentschaftswahl vom 20. Mai 2012 gewann Danilo Medina Sánchez, der am 16. August 2012 als Präsident vereidigt wurde. Danilo Medina Sánchez gewann auch die Präsidentschaftswahl vom 15. Mai 2016 deutlich vor Luis Abinader.


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