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Dominikanische Republik

28.03.2019



Anlässlich des 175. Jahrestages der Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik lud die Botschafter und Ständige  Vertreterin bei den Internationalen Organisationen in Wien, I.E. Lourdes Victoria-Kruse am 27. Februar 2019 in die Festräumlichkeiten des Hotel Le Méridien. Eine mutige Entscheidung der neuen Botschafterin, ein bis dahin nicht auf dem Eventkalender der Diplomaten stehendes Hotel zu wählen. Aber es hat sich gelohnt, neben den klassischen Getränken wurde dominikanischer Urlaubsflair in Form von ausgezeichneten Cocktails versprüht. Nach dem Abspielen der Hymnen beider Staaten hielten die Botschafterin und der Protokollchef des österreichischen Außenministeriums, Botschafter Mag. Enno Drofenik Reden, die die große Verbundenheit der beiden Staaten und die langen Beziehungen lobten und betonten, das die Dominikanische Republik immer noch eines der Traumurlaubsziele der Österreicher ist.


Das Staatsgebiet der Dominikanischen Republik war Teil der spanischen Kronkolonie Santo Domingo. 1805 wurde das Koloniegebiet durch Haiti erobert. 1844 erkämpfte sich Santo Domingo schließlich die Unabhängigkeit. Um Rückeroberungsversuche Haitis abzuwehren, unterwarf sich die junge Republik 1861 wieder der spanischen Krone, erlangte aber bereits 1865 wieder ihre Eigenstaatlichkeit. Nach etlichen Jahren instabiler Demokratie griff 1882 der Diktator Ulises Heureaux nach der Macht.


Heureauxs Ermordung 1899 folgten chaotische Zustände, die in der US-Militärintervention in der Dominikanischen Republik 1916-1924 mündeten. Auch nach dem Rückzug der USA 1924 saß die demokratische Regierung noch nicht fest im Sattel. 1930 konnte sich deshalb Rafael Trujillo ins Präsidentenamt putschen. 1942 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt. Nachdem Trujillo im Jahre 1961 bei einem Attentat getötet worden war, wurden 1963 Wahlen abgehalten, die der fortschrittliche Politiker Juan Bosch gewann, der aber schon nach sieben Monaten durch einen Militärputsch gestürzt wurde.


1964 brach ein Bürgerkrieg aus, dessen Ziel die Wiedereinsetzung des demokratisch gewählten Präsidenten Juan Bosch war. Als die revolutionären Kräfte kurz vor dem Sieg standen, marschierten die USA 1965 unter einem Vorwand ein und schlug den Aufstand mit Hilfe der OEA Organisation Amerikanischer Staaten nieder (siehe Operation Power Pack). 1966 kam es zu einer Präsidentschaftswahl und einem Rückzug der Interventionstruppen. Das Amt des Präsidenten bekleidete bis 1978 Joaquín Balaguer vom konservativen Partido Reformista Social Cristiano (PRSC), der auch zwischen 1986 und 1994 das Präsidentenamt bekleidete, nach Vorwürfen wegen Wahlmanipulationen und auf internationalen Druck sich aber 1996 zurückziehen musste und von Leonel Fernández Reyna vom liberalen Partido de la Liberación Dominicana (PLD) abgelöst wurde.


Als Folge der (inzwischen wieder aufgehobenen) „Lex Balaguer“, einer Verfassungsänderung, die dem Präsidenten eine unmittelbare Wiederwahl verbietet, konnte dieser 2000 nicht mehr zur Präsidentenwahl antreten. Diese Wahl gewann Hipólito Mejía vom sozialdemokratischen Partido Revolucionario Dominicano (PRD) – abermals gegen Balaguer, der im Alter von 93 Jahren zum letzten Mal kandidierte. Die Präsidentschaftswahl 2004 gewann wieder Leonel Fernández, der auch 2008 als Spitzenkandidat seiner Partei antrat und die Wahl am 16. Mai 2008 im ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte. Die Präsidentschaftswahl vom 20. Mai 2012 gewann erneut der PLD, diesmal jedoch mit dem neuen Kandidaten Danilo Medina Sánchez, der am 16. August 2012 als Präsident vereidigt wurde. Danilo Medina gewann auch die Präsidentschaftswahl vom 15. Mai 2016 deutlich vor Luis Abinader vom Partido Revolucionario Moderno (PRM), einer Abspaltung vom PRD.


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