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Ungarn - 30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs

30.12.2019



Zu einem Podiumsgespräch zum Andenken der Öffnung des Eisernen Vorhangs an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahre 1989 lud am 25. November 2019 der Botschafter Ungarns, S.E. Dr. Andor Nagy in den Augustinersaal des Stiftes Klosterneuburg. An dem Gespräch nahmen der Landesrat von Niederösterreich Dr. Martin Eichtinger, Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Karner, Abgeordnete zum Nationalrat Gaby Schwarz, Lázló Nagy von der Stiftung Paneuropäisches Picknick 89 und der Journalist und Historiker Dr. Andreas Oplatka teil.


Bei den Gesprächen wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass die Ereignisse an der Grenze am 2. Mai und beim Paneuropäischen Picknick am 19. August 1989 vor allem jüngere Menschen immer wieder bekannt gemacht werden müssen um solche Zustände für die Zukunft in Europa zu verhindern.


Der eiserne Vorhang wurde zuerst am 2. Mai von Ungarn abgebaut, doch die symbolische Öffnung durch Mock und Horn bei Sopron fand erst am 27. Juni statt. Den Durchbruch aber brachte das Paneuropäische Picknick am 19. August, bei dem im Rahmen einer Massenflucht 661 Ostdeutsche über die Grenze nach Österreich flüchteten. In Absprache zwischen den damaligen Ministerpräsidenten Miklas Nemeth und dem Präsidenten der Paneuropa Union Otto Habsburg kam dieser Deal zustande.


Schon zuvor wurde per Flugblätter den ostdeutschen Urlaubern in Ungarn mitgeteilt, sie sollten am Picknick teilnehmen, es werde sich etwas Außergewöhnliches ereignen. Schlussendlich kam es an dieser Stelle auch weiterhin zu zahlreichen Überschreitungen durch DDR-Bürger und schließlich zu einer Kettenreaktion bis es letztlich keine DDR mehr gab und der sogenannte Ostblock zerfallen war. Es war die größte Fluchtbewegung aus Ostdeutschland seit den Bau der Berliner Mauer 1961. Bis zum endgültigen Fall der Mauer am 9. November 1989 verließen etwa 50.000 Menschen die DDR Richtung Bundesrepublik Deutschland, ein Großteil über Ungarn und Österreich.
Um auch im kleinen Kreis über die damaligen Ereignisse noch diskutieren zu können, lud die Botschaft ihre Gäste nach dem Podiumsgespräch zu einen Buffet in den Binderstadl des Stiftes ein.


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